Der Brauvorgang

... rund 1.000 Liter Bier brauen wir hier im Finsterwalder Brauhaus. Darauf sind unsere Tanks und unser Sudhaus ausgerichtet. Im Vergleich zu einer Großbrauerei ist das zwar verschwindend gering – dort sind Mengen bis zum 180-fachen möglich. Aber wie entsteht denn nun aus Hopfen, Malz, Bierhefe und Wasser ein Bier? Das erklärt Braumeister Markus Klosterhoff!

Zuerst werden geschrotetes Malz und Wasser in der Sudpfanne vermischt. Daraus ergibt sich die Maische. Das Maischen ist das In-Lösung-Bringen von Malzinhaltsstoffen durch enzymatische, physikalischeund chemische Lösungsvorgänge. Die dabei relevanten Malzinhaltsstoffe sind Stärke, Eiweiße und Zellwandsubstanzen.

Darauf folgt das Abläutern. Das heißt, die Maische kommt in den Läuterbottich, in dem die Würze (flüssiger Bestandteil) von den Trebern (fester Bestandteil) getrennt wird.

Anschließend wird die Würze zurück in die Sudpfanne gepumpt und mit Hopfen ca. 2 Stunden gekocht. Ist die gewünschte Stammwürze erreicht, wird ausgeschlagen. Das bedeutet, der Kochvorgang wird beendet und die Würze in den "Whirlpool" gepumpt. Dabei werden Hopfenreste und Würze voneinander getrennt.

Im Kühler wird die heiße Würze auf Kellertemperatur gekühlt. Und mit Hilfe von Bierhefe und Luft der der Gärprozess im Gärtank eingeleitet. Bei der alkoholischen Gärung werden die Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt.

Zur Nachgärung wird das Jungbier im Lagertank bei Null Grad Celsius gelagert und gereift. Nach vier bis sechs Wochen gelangen unsere Biere unfiltriert und ohne Zusatzstoffe in den Ausschanktank.

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